Ostsee und Strand in Koserow
 
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Salzhütten im Ostseebad Koserow auf der Insel Usedom

Ein am Strand des Ostseebades Koserow verlaufender Spaziergang führt am nordwestlichen Ortsende zu den Salzhütten von Koserow. In unmittelbarer Nähe der 260 Meter langen Seebrücke, die in ihrer eher schlichten und urigen Form in die Ostsee ragt, befindet sich am Fischerstrand das denkmalgeschützte Ensemble der Koserower Salzhütten.


Fotos zum Vergrößern bitte anklicken.


Deren Geschichte führt weit in die Vergangenheit zurück, denn nachdem bereits im Jahr 1128 ein gewisser Herr von Bomberg über das Einpöckeln von Heringen mittels Salz auf der Insel Usedom berichtete, erlernten dies die Fischer der Insel zum zweiten Mal am Anfang des 19. Jahrhunderts von den holländischen Fischern.
Da Salz zu dieser Zeit noch ein äußerst kostbares Gut war, stellte der preußische Staat um das Jahr 1820 steuerfreies Steinsalz zur Verfügung, für dessen Einlagerung entlang der Küste sogenannte Salzhütten errichtet wurden.
Diese entstanden meist fensterlos in den unterschiedlichsten Bauformen; massiv oder als Bretterhütten, als Fachwerkkonstruktionen mit Lehm- oder Backsteinausfachung. In der Folgezeit wurde in ihnen auch der gesalzene Hering bis zum Weiterverkauf gelagert.
Leider wurden die meisten Salzhütten bei Sturmfluten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zerstört. Wenig später erfolgten jedoch Nachbauten, die später teilweise an neuen Verwendungszwecke angepasst wurden und dann auch als Fischerhütten bezeichnet wurden.

Heute zeugen noch 15 gut erhaltene und liebevoll restaurierte Salzhütten, mit ihren meist fast bis zum Boden reichenden Schilfdächern, am Strand von Koserow von der harten Arbeit und dem Leben der Fischer in vergangenen Zeiten. Davon kann sich der Besucher in dem als "Fischers Arbeitshütt" eingerichteten kleinen Museum anhand des Handwerkszeugs der Fischer ein Bild machen. Einige andere Salzhütten dienen als Souvenierläden oder als Imbissstände, an denen es oft verführerisch nach frisch geräuchertem Heilbutt, Aal oder Butterfisch duftet.
Andere Hütten werden noch heute als Aufbewahrungsstätten für Werkzeug und Fischernetze der wenigen noch tätigen Fischer von Koserow genutzt.

Die Salzhütten in Koserow, die 1991 durch die Eröffnung des Fischrestaurants "Koserower Salzhütte" noch aufgewertet wurden, zeigen sich in ihrem natürlichen Ambiente und und ihrer Vielfalt als eine einmalige maritime Inselhistorie. Hier vermischen sich der Geruch des Meeres mit dem Duft von Holz, Rauch und Fisch und sowohl im Inneren des Restaurants als auch auf seiner großzügig gestalteten Terrasse kann man sich den frisch zubereiteten und oft fangfrischen Fisch so richtig schmecken lassen.

Neben seinen Salzhütten und der Seebrücke verdienen in Koserow die älteste Kirche an Usedoms Ostseeküste und der eine wunderbare Aussicht bietende 60 Meter hohe Streckelsberg die Aufmerksamkeit der Feriengäste.
Von hier aus ist bei guter Sicht auch die etwa zwölf Kilometer vor der Küste befindliche Insel Greifswalder Oie zu sehen. Die kleine Insel besitzt eine bis zu 20 Meter hohe markante Steilküste, ist unbewohnt und als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Von Peenemünde aus kann die Oie mit einem Ausflugsdampfer besucht werden, wobei aus Gründen des Naturschutzes täglich nur 50 Personen die Gelegenheit erhalten, die kleine Insel vom Hafen bis zum Leuchtturm zu durchwandern.

 
 

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