Ostsee und Strand in Koserow
 
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Kirche im Ostseebad Koserow auf der Insel Usedom

Gemessen an den heute als sehenswert geltenden Kirchenbauten zeigt sich die Kirche im Ostseebad Koserow als eher klein, kompakt und in einer unauffälligen äußeren Gestalt. Trotzdem haftet ihr mit ihrer weit über 700-jährigen Geschichte und einer durchaus interessanten, mit bestimmten Ereignissen verbundenen Innenausstattung ein Eigenleben an, das sie zumindest auf der Insel Usedom zu einer besonderen Sehenswürdigkeit macht.


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Bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts reicht ihre Entstehungsgeschichte zurück, als hier zwischen offener See und dem Achterwasser eine kleine Feldsteinkapelle erbaut wurde. Damit ist die Kirche in Koserow die älteste an Usedoms Ostseeküste. Reste ihres Mauerwerks zeigt heute noch der Mittelteil der Nordseite, an dem auch der dreistufige Spitzbogen des alten Eingangs zu finden ist. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche um einen Altarraum und ihren Turm erweitert. Typische aus dieser Phase stammende Zeugnisse finden sich sowohl am Eingang zum Turm, an den Fenstern des Altarraums und in Gestalt der damals verwendeten geprägten Backsteine.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine lange geplante umfassende Renovierung der Kirche durchgeführt. Dabei wurde die bisherige Holzbalkendecke im Inneren der Feldsteinkirche angehoben und erhielt die Form eines umgekehrten Schiffsrumpfes. Eine Empore und die Orgel eines Stettiner Orgelbauers wurden eingebaut. Kurze Zeit danach erhielt dann der Turm seine jetzige, wahrscheinlich verkürzte Gestalt.
Eine letzte mit Umbauten verbundene Renovierung erfolgte im Jahr 1977.

Den Innenraum der Feldsteinkirche in Koserow schmückt ein geschnitzter Flügelaltar, der zum Ende des 15. Jahrhunderts in einer Stralsunder Werkstatt gefertigte wurde. Neben den im zentralen Teil des Festtagsaltars dargestellten geschnitzten Figuren sind seine Außenflügel mit Tafelmalereien verziert.
Die Altarleuchter und die Taufschale sind aus Messing gearbeitet und stammen aus dem 17. Jahrhundert. Über der Taufschale befindet sich das im Volksmund als Vinetakreuz bezeichnete Kruzifix. Es wurde laut der Ortschronik von Fischern in der Ostsee gefunden und danach in der Kirche aufbewahrt.
Der Kronleuchter im Turm wurde im Jahr 1900 von Zempiner Fischern als Dank für einen überreichen Fischfang im Achterwasser gestiftet. Einen ähnlichen Ursprung weist das Votivschiff auf, das 1823 von einem Fischer als Dank für seine Rettung aus der Seenot gestiftet wurde.
Von ihren ursprünglichen zwei Glocken besitzt sie nur noch eine, die bis heute von Hand geläutet wird.

Es lohnt sich also, bei einem Urlaub in Koserow auf der Insel Usedom auch die Feldsteinkirche mit ihrer interessant verlaufenden Geschichte kennenzulernen. Verbinden lässt sich ihr Besuch mit dem der Koserower Salzhütten oder mit einem Abstecher zum ehemaligen Wohnsitz und Atelier des Malers Otto Niemeyer-Holstein, das heute als Museum in Lüttenort zwischen Koserow und Zempin bekannt ist.
Im nur wenige Kilometer von Koserow entfernten Zinnowitz kann die 315 Meter lange Seebrücke mit der am Brückenkopf befindlichen Tauchglocke inspiziert werden, bietet die Bernsteintherme vielfältige Gelegenheiten zu sportlichen Aktivitäten oder erholsamen Stunden und kann die Ausstellungsgalerie im Usedomer Kunsthaus "Villa Meyer" besucht werden.
Letztendlich sollte aber vor allem auch dem Aufenthalt an den herrlichen Sandstränden der Insel Usedom die nötige Zeit gewidmet werden.

 
 

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